Kosten & Preise

Was kostet eine Werkstatt-Website wirklich?

Von Eugen Minnich · Stand 14. August 2026 · Lesezeit etwa 7 Minuten

Die kurze Antwort, Stand August 2026: Selbst gebaut im Baukasten kostet eine Werkstatt-Website 120 bis 500 Euro im Jahr plus viel eigene Zeit. Spezialisierte Kfz-Anbieter verlangen zwischen rund 200 und 4.000 Euro einmalig. Individuelle Agenturprojekte beginnen bei etwa 3.000 Euro. Dazu kommen immer laufende Kosten — und genau dort verstecken sich die Beträge, über die hinterher gestritten wird.

Die lange Antwort steht darunter, einschließlich unserer eigenen Preise. Wir legen sie offen, weil ein Kostenratgeber, der beim eigenen Preis plötzlich schweigt, keiner ist.

Die drei Wege und ihre ehrlichen Gesamtkosten

Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS und ähnliche): 10 bis 40 Euro im Monat. Klingt günstig, hat aber zwei versteckte Posten. Erstens deine Zeit — mehrere Abende für den Aufbau, danach regelmäßig für Pflege. Zweitens das Ergebnis: Baukastenseiten von Laien sind selten schnell, selten barrierearm und fast nie für lokale Suchanfragen strukturiert. Wer den eigenen Stundensatz ehrlich mitrechnet, landet oft über dem Festpreis eines Anbieters.

Spezialisierte Festpreis-Anbieter für Kfz-Betriebe: Der Markt reicht von rund 200 Euro für Vorlagen-Angebote bis etwa 4.000 Euro für große Pakete mit Terminbuchung und lokaler Suchoptimierung. Der Median der ernstzunehmenden Angebote liegt nach unserer Marktbeobachtung zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Innerhalb dieser Spanne entscheidet der Umfang: Seitenzahl, Textumfang, ob jemand deine Inhalte redaktionell aufbereitet oder nur einsetzt, was du lieferst.

Individuelle Agentur oder Freelancer: ab etwa 3.000 Euro, nach oben offen. Sinnvoll, wenn du Sonderanforderungen hast — etwa mehrere Standorte, ein eigenes Buchungssystem oder eine Anbindung an deine Werkstattsoftware. Für den Standardfall einer Werkstatt-Website bezahlst du hier auch die Einarbeitung in ein Gewerk, das spezialisierte Anbieter schon kennen.

Was treibt den Preis nach oben?

Fünf Faktoren erklären fast jeden Preisunterschied: die Zahl eigenständiger Seiten (jede Leistungsseite ist Konzept-, Text- und Pflegeaufwand), die Frage, wer die Texte schreibt (Redaktion vom Anbieter kostet spürbar mehr als Einsetzen deiner Stichworte — und bringt spürbar mehr), Fotografie vor Ort statt Archivbildern, Anbindungen wie Online-Terminbuchung oder Fahrzeugbörsen, und die lokale Suchoptimierung über die reine Seite hinaus, etwa die Einrichtung des Google-Unternehmensprofils.

Umgekehrt heißt das: Ein niedriger Preis ist kein Warnsignal, wenn der Umfang klar benannt ist. Warnsignal ist ein Preis ohne Leistungsbeschreibung.

Einmalpreis oder Mietmodell — was ist besser?

Beim Einmalpreis gehört dir die Seite nach Bezahlung; laufende Kosten bleiben überschaubar (Domain, Hosting, optional Betreuung). Beim Mietmodell zahlst du monatlich — üblich sind 50 bis 200 Euro — und bekommst dafür Erstellung und Pflege aus einer Hand. Der Haken steht im Kleingedruckten: Bei vielen Mietmodellen verlierst du mit der Kündigung die komplette Seite, denn sie gehört dem Anbieter. Nach drei Jahren Miete à 100 Euro hast du 3.600 Euro bezahlt und besitzt nichts.

Ein Mietmodell ist trotzdem legitim, wenn du bewusst keine Anfangsinvestition willst und die Eigentumsfrage vor Vertragsschluss geklärt ist. Frag konkret: Was passiert mit Domain, Inhalten und Design, wenn ich kündige — und was kostet die Mitnahme?

Die laufenden Kosten, die niemand erwähnt

Domain und Hosting: zusammen üblicherweise 5 bis 20 Euro im Monat. Technische Pflege (Updates, Sicherheit, Erreichbarkeit): am Markt 20 bis 100 Euro monatlich, teils in Betreuungspaketen enthalten. Inhaltliche Änderungen: entweder in einer Betreuungspauschale enthalten oder einzeln abgerechnet, dann meist 60 bis 120 Euro pro Stunde. Und das Google-Unternehmensprofil: kostenlos in der Einrichtung, aber wertlos ohne Pflege — die entweder Zeit oder Geld kostet.

Rechne für eine professionell betriebene Werkstatt-Website mit 30 bis 250 Euro im Monat an Gesamtnebenkosten, je nachdem, wie viel du selbst übernimmst. Null laufende Kosten gibt es nur bei null laufender Pflege — und das sieht man einer Seite nach zwei Jahren an.

Warum sich die Pflege doppelt auszahlt: auch Bewerber schauen hin

Unsere Preise, zum Vergleich

Damit du diesen Ratgeber einordnen kannst, hier unsere eigenen Zahlen ohne Umwege: Das Startpaket kostet 1.590 € statt regulär 1.980 €, das Pro-Paket 2.890 € statt 3.480 € — Einführungspreise bis 31.12.2026. Betreuung gibt es in drei Stufen: 59 €, 89 € oder 199 € im Monat, je nachdem, ob du Grundschutz, Technik samt Änderungen oder zusätzlich die aktive Pflege deiner Google-Sichtbarkeit willst. Alle Preise sind Endpreise ohne ausgewiesene Umsatzsteuer nach § 19 UStG.

Website-Pakete von MeineWerkstattseite.de im Überblick (Einführungspreise bis 31.12.2026)
PaketPreisRegulärGedacht für
Werkstatt Start1.590 €1.980 €Kleinere Betriebe: 7 Seiten, Anruf und WhatsApp mit einem Fingertipp
Werkstatt Pro2.890 €3.480 €Der Standard: eigene Seite je Hauptleistung, Karriere-Sektion, lokale Suchoptimierung
Werkstatt Premium3.980 €4.980 €Größere Betriebe und Autohäuser mit erweitertem Umfang

Geliefert wird in sieben Tagen ab vollständigem Onboarding — die Frist beginnt, wenn deine Inhalte da sind, nicht bei Vertragsschluss. Das ist keine Marketingzahl, sondern der Grund, warum wir zum Festpreis arbeiten können: Der Prozess ist systematisiert.

Die Pakete im Überblick

Häufige Fragen

Was kostet eine Werkstatt-Website im Durchschnitt?

Bei spezialisierten Anbietern liegen ernstzunehmende Angebote Stand August 2026 meist zwischen 1.500 und 3.000 Euro einmalig, plus laufende Kosten von etwa 30 bis 250 Euro im Monat je nach Betreuungsumfang. Deutlich günstigere Angebote sind fast immer Vorlagen ohne redaktionelle Arbeit.

Warum sind die Preisunterschiede so groß?

Weil „Website“ kein definierter Leistungsumfang ist. Zwischen einer Vorlage mit deinen eingesetzten Texten und einer Seite mit eigener Struktur, redaktionellen Texten und lokaler Suchoptimierung liegen Tage an Arbeit. Vergleiche nie Preise, sondern Leistungsbeschreibungen.

Gibt es Fördermittel für Werkstatt-Websites?

Je nach Bundesland und Zeitpunkt gibt es Digitalisierungsförderungen für kleine Betriebe, die Websites einschließen können. Die Programme ändern sich laufend — frag vor der Beauftragung bei deiner Handwerkskammer oder IHK nach dem aktuellen Stand. Verlass dich nicht auf Aussagen von Website-Anbietern dazu.

Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?

Websitekosten sind Betriebsausgaben. Wie sie abgeschrieben werden — sofort oder über mehrere Jahre — hängt vom Einzelfall ab und gehört zu deinem Steuerberater, nicht in einen Webdesign-Ratgeber.